Sohbets & Vorträge

Adab

Adab am Beispiel der Regeln des Hl. Benedikt (Christentum) und der des Abu Hamid ibn Muhamed al-Ghazali (Islam)


Vortrag von Scheich Süleyman anlässlich des Treffens der Europäischen Mevlevigruppen
in Mannenbach/Bodensee, 21.-24. Mai 2010

Bismillahirrahmanirrahim

Ich habe die Vernunft gefragt, was Glauben ist;

und die Vernunft beugte sich und flüsterte mir ins Ohr:

Glaube ist Adab.

(Fihi ma Fihi)

Die Vernunft sagt also, dass Glaube Adab sei. Ich bin ja immer froh, wenn die Vernunft auch etwas sagen darf in der Mystik. Was meint sie denn also, diese Vernunft, wenn sie das sagt.

Adab allgemein:

Wir haben mehrere Werkzeuge auf dem Weg.
Da sind zunächst die fünf Säulen der Islam. Religion:

1. Glaube

2. Gebet

3. Fasten

4. Almosen geben

5. Hadsch

Bei uns werden diese noch durch fünf weitere ergänzt:

6. Dhikr

7. Fikr

8. Sema

9. Adab

10. Dienen

Über Dhikr, Sema und Dienen haben wir schon früher gesprochen. Heute wollen wir uns den Begriff „Adab“ näher ansehen.

Geb. Um 95 (H.)bis 99(H) (717n-Ch) in Basra, - gest. A.H. 185 (H)( 801n.Ch.)
Rabi' a wurde in ärmliche Verhältnisse geboren. Schon zur Geburt gab es Zeichen und Wunder. Das Öl war ausgegangen, als die Stunde der Geburt kam. Die Mutter schickte den Vater zu Nachbarn sich Öl auszuleihen, doch dieser weigerte sich jemand anderen, als Gott um Hilfe zu bitten. Daraus kann geschlossen werden, dass auch der Vater ein Sufi war und so kam es, dass die Geburt ohne Licht stattfand. Unglücklich schlief der Vater irgendwann ein. Da träumte ihn, dass der Prophet (s.w.s.) zu ihm sprach und ihn tröstete und ihm sagte welch großartige Frau heute Nacht geboren wurde. Und er solle am Morgen zum Amir von Basra gehen und ihm sagen, dass er doch versprochen hätte jede Nacht 100 Rakats zu beten und freitags 400. Diesen Freitag hätte er es aber nicht gemacht. Daher solle er ihm 400 Dinare geben. Der Amir war sehr betroffen und errstaunt, als er das hörte und gab ihm das Geld und verteilte zusätzlich noch einmal 2000 Dinare an die Armen.

ÂTEŞBÂZ-I VELÎ (Şemsseddin Yusuf)

Bismillahirrahmanirrahim

„Wer seine Bindung zur Welt jede Zeit (tefekkür) neu entdecken kann, der findet überall eine Lehre“ sagte Âteşbâz-ı Velî, der Küchenmeister der Derwische, „der findet in allem eine Lehre“.

Essen und Trinken spielt in den meisten Religionen eine wichtigere Rolle, als nur körperliche Nahrungsaufnahme. Es hat eigentlich fast überall den Status eines Kulturgutes. Essen und Trinken bietet die Gelegenheit, sich zu treffen, sich gegenseitig einzuladen und zu feiern. Durch gemeinsame Mahlzeiten werden Beziehungen auf freundschaftlicher Basis, in Familien, Stämmen und Gemeinden gepflegt. Zu einer solchen Pflege von Beziehung gehört auch das Tischgebet. Wir pflegen dabei unserer Bindung zu Gott, indem wir unsere Dankbarkeit für die Speise zum Ausdruck bringen und Ihn preisen.

Unsere Adresse:

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Jeden Freitag um 19:45

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